Die " MASKIERTEN JAHRE":

Winfrid Jerney und Manfred Ach
DIE SAMMLUNG 1969 DER " GALERIE IM HALBRUND"

Jubiläumsausgabe 2009

 

 

Johann Wendelin Heiß / Manfred Ach
TRANS-PRESSERVATIVE INTUITIONALIEN

Fotokunst und Texte. München 2016.
96 S. mit 52 Motiven, A4 Hochglanz, EUR 24,80

 

Winfrid Jerney / Manfred Ach
PARTNACHERON

Eine Wanderung in der Partnachklamm

Fotos und Essay: Winfrid Jerney. Assoziationen: Manfred Ach
München 2015. Quadratisches Format, 23 S., EUR 10,00

 

Michael Heininger / Manfred Ach
An der Nase des Mannes erkennt man den Johannes

ISBN 978-3-941421-28-8. Eine Geschichte zu Cartoons von Michael Heininger. Neuflage Edition Ludwig im Tale, München 2012,
56 S., A4-Format, EUR 15.-

 


Manfred Ach
Geschichten aus der Brunnenwelt

ISBN 3-930580-01-2, Prosa, Benedikt Maria Kronenbitter Verlag Edition Attila Maria, 1. Auflage München 1994, 40 S., französische Broschur, EUR 14.-

Das edle Papier, die Fadenbindung, der Umschlag (tabacco/nettuno), der durchgehend in Kapitälchen gehaltene Satz machen diese 99 Geschichten zu einem optischen und haptischen Erlebnis. Auch inhaltlich erntete das Buch größtes Lob: Friederike Mayröcker meinte, sie habe von mir "gelernt", und Burgschauspieler Rudolf Wessely las daraus mit "Vergnügen" im Rundfunk.

Da bekommen Bilder Beine und streunen durch die Unterwasserwelt, ballen sich unberechenbar zu Anti-Geschichten zusammen, die die Geschichte auflösen und die Oberweltlogik vernichten. Da schwimmen Relikte aus Träumen, Märchen und Mythen umher, überlagert von Tagesresten, Bewusstseinsfetzen, Satzfragmenten. In einem fröhlichen Spiel erkennen sich leitmotivische Teilsysteme wieder, erschrecken bisweilen auch vor ihren Widerspiegelungen, schließen sich aber nie zu einem Mikrokosmos zusammen. Die Botschaft der Brunnenwelt ist die Destruktion der Eindeutigkeit, die Entlarvung der Sinnzuweisung als Maske hinter der Maske. Das poetische Rollenspiel kann beginnen. Die Sätze sind nicht nach einem erkennbaren, methodisch-hierarchischen Prinzip gemischt. Wer ein gutes Blatt haben will, muss sich mit der ihm eigenen Aufmerksamkeit die richtigen Karten suchen. Es lebe das Kaleidoskop!

1 Der Komödiant kommt sich auf dem Parkweg verloren vor. Von einem Lichtpfeil durchbohrt, wird er ein weißes Dreieck mit goldenen Flügeln. In der Kristallkugel erscheint ein herrenloser Hut. Ein Zug weißer Gänse landet auf dem Eis des gefrorenen Flusses. Der Wind weht einen alten Korb durch das blinkende Licht des Laubs. Eine Hexe geht, ihre Zähne zeigend und mit aufgerissenen schwarzen Augen, unter der Wäscheleine hindurch, wo jetzt nur noch ihr grünes Kleid an Klammern hängt und leblos schaukelt.

In gleicher bibliophiler Aufmachung erschien auch SCHÄDELLEKTION
(siehe DÜSTERES).

 
Manfred Ach poems / Michael Heininger cartoons

CADAVRE EXQUIS oder CORPUS DELICTI

ISBN 3-923635-43-5, Verlag Christoph Dürr, Auflage 300 Exemplare.
München 2002, 54 S., Format 38 x 28, EUR 20.- ,
Satz: 16 Punkt Helvetica Bleisatz.,
Druck: Hochdruck auf Original Heidelberg Cylinder.
Gesamtherstellung Druckerei Christoph Dürr, München.

Enthält 30 Gedichte und 1 Kurzprosa, die sich auch in anderen Ach-Büchern finden lassen, aber hier aufgrund der "körperbezogenen" Thematik zusammengefasst und Heiningers Cartoons zugeordnet sind.

L’ART POUR L’ART

Jack the Ripper hing
die Därme von Mary Kelly
um einen Bilderrahmen an der Wand.

 

Manfred Ach / Michael Heininger
So schaut´s aus!

Immer währender bairischer Schimpfwortkalender, Text von Manfred Ach mit 12 Zeichnungen von Michael Heininger, A3 Format.

Nur direkt erhältlich, EUR 15.-

Das Thema dieses Kalendariums hat mich jahrzehntelang beschäftigt. Erst jetzt, in reiferem Alter, konnte ich ihm die endgültige Form geben.

Mein Verhältnis zu den Mitbürgern ist hiermit definitiv beschrieben. Ich bin überzeugt davon, dass dieses auf die Ewigkeit hin angelegte Werk auch kommenden Generationen dienlich sein wird, sich in dieser Welt zu behaupten, und dass es, da von Bayern seit jeher die entscheidenden Impulse ausgehen, für die weitere Entwicklung der Menschheit von größter Bedeutung ist. Respice finem! (Dees weads nachad scho sehng!).

Mit anderen Worten (Deutsch für Ausländer):

Es handelt sich mitnichten um eine Regression ins soziolinguale Tertiär, vielmehr um den elaborierten Code (sic!) aboriginärer psychomutatorischer Entlastungsstrategien, referentiell auch um eine onomatopoetische Stimulanz und Affizierung alternativer Phoneme bzw. deren Morphemisierung in einem qua multilingualer Interkultur defizitärem Eiland, das oologisch prozessiv zur Furie des Verschwindens zu degenerieren sanktioniert ist, alldieweilen der saturierte Sapiens sinistren Sinnes dazu tendiert, sich skatologisch im „Neusprech“ zu artikulieren, was vulgo als horribel schändlich („Saustall“) zu terminologisieren wohl kreditiert sein dürfte.

Mit Verlaub und mit brennender Sorge vice versa mich diesbezüglich anheischig machen zu wollen ich mir ehrfurchtsvoll zu erlauben gestatte,

Euer aller Malefizhund
Manfred Ach

Postscriptum

Zielgruppen: - alle am Erhalt lebensnaher bairischer Sprache Interessierten;

  • alle abhörsicheren bayerischen Amtsstuben
  • alle, die sprachlos um Ausdruck ringen
  • alle, deren Wortschatz dringend einer Auffrischung bedarf

Manfred Ach / Winfried Jerney
Collagierter Reprint aus UNDINE (München 1967)

Lyrik: Manfred Ach, Graphik: Winfrid Jerney, Collagen: Ach / Jerney
München 2007, Poster im Querformat (110 x 43 cm).
Die Auflage ist auf 67 Exemplare mit fortlaufender eingedruckter Nummerierung begrenzt.
Ein Editorial sowie eine Gebrauchsanweisung werden mitgeliefert.

Nur direkt erhältlich. EUR 18.-