Fangen wir beim Banalen an. Ich war 15 Jahre lang in der Schriftleitung einer pädagogischen Fachzeitschrift tätig und verfasste dort natürlich auch den einen oder anderen Artikel. Schrieb in diversen Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien Beiträge über künstlerische und religiös-weltanschauliche Themen, verfasste zahlreiche Vorworte und Aufsätze für Bücher der ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR RELIGIONS- UND WELTANSCHAUUNGSFRAGEN (A.R.W.), deren Mitbegründer ich war, die ich seit Jahren im Alleingang betreibe (siehe
www.religio.de/arw ), in der ich die Herausgabe von mehr als 200 Titeln zu verantworten hatte und deren weiteres Schicksal ich zu bestimmen habe. Als Sachbücher zu bezeichnen sind sicher auch die Titel ANARCHISMUS (siehe unter ANARCHISTISCHES) sowie ÜBER DEN URSPRUNG DER MENSCHLICHEN BESTIALITÄT (siehe DÜSTERES).

 

Manfred Ach
VON MIR AUS ( Band 1 - 12)

Das ultimative Buch zum Werdegang von Adolf Hitler

DOKUMENTATIONS-EDITION 36 - ISBN 978-3-941421-51-6

Manfred Ach
WIE HITLER WURDE, WAS ER WAR

Der aktuelle Befund

München 2016, 728 S., EUR 18,90

„Was? Wie bitte? Wieso noch ein Hitler-Buch? Über Hitler weiß man doch alles“, meinen überhebliche Besserwisser. Nein, „man“ weiß über ihn immer noch zu wenig. Pauschalisierungen spielen einer Erkenntnisverweigerung in die Hände. Man will Hitler nur als Marionette sehen. Man hat ihn schon damals unterschätzt und diese (seine!) Rechnung geht auch heute noch auf.

„Jetzt verstehe ich Hitler!“ So äußerten sich viele Leser nach der Lektüre des Buches „WIE HITLER WURDE, WAS ER WAR“. Vor allem jene, die bisher den Erklärungen gefolgt waren, die Hitler entweder bagatellisieren oder mit Hilfe von phantasievollen Verschwörungstheorien aufwerten wollten.

Das „Zeitfenster“, das dieses Buch in Zusammenhang mit Hitlers Leben untersucht, schließt mit dem November 1923. Man darf davon ausgehen, dass ab diesem Zeitpunkt eine beinahe lückenlose historische Dokumentation vorliegt, denn die innere Entwicklung von Hitler gilt mit dem Jahr 1923 als abgeschlossen. Auf dem Weg dorthin gab es aber und gibt es noch vieles zu entdecken. Untersucht werden deshalb die in diesem Zeitraum wesentlichen Wendepunkte und entscheidenden Schubkräfte. Was ist Wahrheit, was Legende, was Fehlinterpretation?

Die Forschungsergebnisseder letzten Jahre erforderten eine Revision von Hitlers Herkunfts- und Formationsgeschichte, in die sich viele Fehler eingeschlichen hatten, die noch heute in namhaften Biografien kolportiert werden. Auch sind dort Geschehnisse von größter Tragweite oft nicht als solche erkannt bzw. kaum wahrgenommen worden.

Dieses Buch versucht, hartnäckigen Legenden und Fehldeutungen keine Chance zu geben und nimmt, wo es nötig ist, Stellung zu abenteuerlichen Spekulationen. Es möchte den aktuellen Forschungsstand zu Adolf Hitlers Entwicklung bis zum Jahr 1923 zusammenfassen, die Interpretationen dieser Formationsjahre kritisch diskutieren und eine Synopse anbieten, die Lücken schließt und einen neuen Blick auf Hitler ermöglicht. Das Ergebnis ist allerdings alles andere als beruhigend.

Gebührenden Raum nimmt in dieser Untersuchung auch die Darstellung des völkisch-religiösen und rassenideologischen Umfelds ein, das Adolf H. für seine Zwecke je nach Bedarf zu instrumentalisieren wusste. Gerade dieser Aspekt dürfte Leser von heute sensibilisieren. Das Thema ist keineswegs „zu den Akten zu legen“. Ein Vorwort von Udo Schuster macht dies auf eindrucksvolle Weise deutlich.

Das Konzept des Buches folgt der Überlegung, dass der Stil wissenschaftlicher Arbeiten oft mühselig, langwierig und weitgehend anachronistisch ist. Alle Fakten dieses Buches sind zwar überprüfbar und berücksichtigen die neuesten historischen Forschungsergebnisse, aber die dazwischen eingeschobenen persönlich gehaltenen Anekdoten und Dialogpartien wollen die quasiobjektive Ebene der Wissenschaft bewusst verlassen. Sie sind als deren Vertiefung, nicht als literarische Überhöhung gedacht.

 

Die 2010 erschienene Erstauflage (unter dem Titel „Das Nekrodil“) wurde verbessert und bedeutend erweitert. Die bis 2016 veröffentlichten neueren historischen Darstellungen (z. B. von Bermbach, Eberle, Fleischmann, Longerich, Plöckinger, Pyta, Ullrich und Weber) sowie die „Kritische Edition“ von „Mein Kampf“ wurden entsprechend berücksichtigt.

Die günstige Preisgestaltung ist der „Elterninitiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus“ zu verdanken, die als Herausgeberin fungiert.

 

Manfred Ach
DAS NEKRODIL
Wie Hitler wurde, was er war

ISBN 978-3-941421-15-8, Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen, 1. Auflage München 2010, 532 S., EUR 28.-

Das Buchprojekt, das mich die letzten vier Jahre immer wieder zum Schreibtisch gedrängt hat, ist eine persönliche Auseinandersetzung mit dem todbringenden Ungeheuer Adolf Hitler. Um ihm Herr zu werden, musste ich viele Seiten füllen.

Am 9. November 2010 ist es nun erschienen.

Die Auskünfte, die Kritiker der derzeitigen Berliner Ausstellung über Hitler und die Deutschen vermissen, sind hier nachzulesen. Das Buch konfrontiert uns aber nicht nur mit der Vergangenheit. Zumal wir in unserer gegenwärtigen Welt einem Bio-Faschismus begegnen, der irritiert, weil er so viele fasziniert. In dem Buch „DAS NEKRODIL“ wird eine Annäherung an das Phänomen ADOLF HITLER versucht, wie sie bisher noch nicht unternommen wurde. Der Forschungsstand der letzten Jahre erforderte eine Revision von Hitlers Herkunfts- und Formationsgeschichte, in die sich viele Fehler eingeschlichen hatten, die noch heute in namhaften Biografien kolportiert werden. Auch werden dort Geschehnisse von größter Tragweite oft nicht als solche erkannt oder aus verzerrter Optik wahrgenommen. Dieses Buch versucht, hartnäckigen Legenden und Fehldeutungen keine Chance zugeben. Und nimmt, wo es nötig ist, Stellung zu abenteuerlichen Spekulationen. Es gibt in dem „Fall“ Hitler eine vorgeburtliche Disposition, die sich durch Kindheit und Jugend zu einer idealen Nährbodenbereitung verdichtet und ihren Kairos 1918 erreicht. Der auf eine latente Phase folgende Durchbruch offenbart ein Wesen, das in seiner Virulenz ab 1923 nicht mehr aufzuhalten ist. Das „Zeitfenster“, das einen Blick auf diese Entwicklung ermöglicht, schließt in diesem Buch mit dem November 1923. Man darf davon ausgehen, dass ab diesem Zeitpunkt eine beinahe lückenlose Dokumentation vorliegt. Auf dem Weg dorthin gab es aber und gibt es noch vieles zu entdecken. Die Erklärung des Phänomens „Hitler“ ist weitaus einfacher als viele der im Umlauf befindlichen Spekulationen. Sie ist allerdings auch weitaus unheimlicher und beunruhigender. Denn diese Erklärung führt, abseits der zeitgeschichtlichen Strukturen, in eine Zone, die uns alle betrifft, und an den Rand eines Abgrunds, der sich deshalb jederzeit wieder auftun kann. Hitlers Verhalten wurde möglicherweise von einem „Un-Wesen“ bestimmt, das uns nur allzu vertraut ist. Diese freilich sehr gewagte Annahme soll anhand des vorgelegten Materials diskutabel werden.

Das Konzept des Buches folgt der Überlegung, dass der Stil wissenschaftlicher Arbeiten oft mühselig, langweilig und weitgehend anachronistisch ist. Alle Fakten dieses Buches sind zwar überprüfbar und bemühen sich um den neuesten Forschungsstand, aber die persönlich gehaltenen Anekdoten und Dialogpartien wollen auflockern und die quasiobjektive Ebene der Wissenschaft bewusst verlassen. Sie sind als deren Vertiefung, nicht als literarische Überhöhung gedacht. Zudem sind sie Ausdruck einer nicht zu verheimlichenden persönlichen Betroffenheit.

 

 


Manfred Ach / Clemens Pentrop

HITLERS "RELIGION"

ISBN 3-927890-63-4, Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen, 6.Auflage München 2001, 196 S., EUR 18.-

Die Arbeit untersucht pseudoreligiöse Elemente im nationalsozialistischen Vokabular. Zu diesem Zweck wurden private und öffentliche Äußerungen Hitlers, die zur Beschreibung seiner Religiosität dienen können, als Zitatensammlung zusammengestellt und eingehend kommentiert. Ein Teil des Buches gibt schließlich Hinweise auf die Quellen der nationalsozialistischen Geheimreligion (Thule-Gesellschaft etc.) und auf die Ariosophie von heute (Nazi-Okkult-Welle, Urkultur und Subkultur, etc.)

Manfred Ach
UNDER COVER

ISBN 3-927890-26-X, 20 Jahre ARW,
Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen,
1. Auflage München 1995, 196 S., EUR 12.-

Ein Einblick in die Geschichte eines der sonderbarsten Kleinverlage der Alternativpressenszene. Über die Hintergründe des Unternehmens ist viel gerätselt und gemunkelt worden. Mit diesem Buch werden alle Neugierigen endlich zufrieden gestellt. Den Hauptteil des Buches bildet die vollständige Bibliographie aller bis 1995 in der ARW erschienenen Schriften und Bücher. Mit den wesentlichen Daten versehen und angereichert mit Anekdoten und Interna, dürfte diese Auflistung nicht nur Sammler und Bibliotheken interessieren. Von den weit über 100 Autoren, die bislang im Verlag der ARW veröffentlicht haben (die Liste dürfte allgemein überraschen), werden zwei näher porträtiert, die das Profil des Verlags entscheidend mitgeprägt haben: Friedrich-W. Haack, Mitbegründer und jahrelang "Hausautor" der ARW, und Peter-R. König, dessen Titel die ARW fortlaufend zu publizieren gedenkt. In einem weiteren Teil des Buches findet sich faksimiliertes Material von Verlagsankündigungen etc. aus 20 Jahren, um dem Buch auch einen visuellen Akzent zu geben. Eine sicher gute Antwort auf die Fragen "Was ist und will die ARW" gibt auch die Internetseite www.religio.de/arw, aber sie kann dieses Buch zweifellos nicht ersetzen. Eine zweite Auflage wird es davon nicht geben.

Noch ist es zu haben.

Manfred Ach / Johannes Jörgensen
JORIS-KARL HUYSMANS UND DIE OKKULTE DEKADENZ

ISBN 3-921513-45-6, Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen,
1.Auflage München 1980, 176 S. mit Abb., EUR 9.-

J.-K. Huysmans, einer der profiliertesten dekadenten Schriftsteller des vorletzten Jahrhunderts, war für die religionswissenschaftliche Betrachtung schon immer ein lohnendes Objekt und ist es heute einmal mehr. Als Selbstbespiegelung verstandene "Selbstverwirklichung", eitle Imagepflege, weltabgewandtes Sektierertum und Selbsterfahrungspsychosen sind gestern wie heute Symptome eines neurotischen Ego-Kults, der - wie im Falle von Huysmans - in "absteigende Mystik" und okkulte Dekadenz münden kann. Der eindringlichen biographischen Skizze von Johannes Jörgensen (Reprint der Ausgabe Mainz-München 1908) folgen bislang in deutscher Sprache unzugängliche Informationen über die "Bibel der Dekadenz" und die satanistische Szene im Frankreich der Jahrhundertwende. Ein Werkverzeichnis Huysmans' und eine Auswahlbibliographie zum Thema des vorliegenden Buches schließen den Band ab. Mein Essay hat 1987 in leicht gekürzter Form in die Diogenes-Ausgabe von Huysmans’ TIEF UNTEN als Nachwort Eingang gefunden und wurde von Rezensenten als Dekoder-Text des Schlüsselromans gerühmt.